Aktualisiert: 10.11.17

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Einleitung              Funktion & Technik              Indikation & OP              Nach der OP

 

Liebe Patientin, lieber Patient, liebe Eltern.

Sie informieren sich auf dieser Website, weil bei Ihnen oder Ihrem Kind eine hochgradige Schwerhörigkeit vorliegt, die mit einem normalen Hörgerät nicht (oder nicht mehr) versorgt werden kann. Vielleicht haben Sie bereits in den Medien oder von Ihrem HNO-Arzt davon gehört, dass in solchen Fällen ein Cochlea-Implantat (abgekürzt: CI) helfen kann, haben aber keine konkrete Vorstellung davon, wie ein solches Gerät funktioniert. Im Folgenden soll Ihnen eine Einführung in die Thematik gegeben sowie eine Grundlage für spätere, individuelle Beratungsgespräche geschaffen werden, indem kurz die Wirkungsweise eines Cochlea-Implantat-Systems erklärt und der Ablauf einer CI-Versorgung in unserer Klinik beschrieben wird.

Vorab jedoch wollen wir bereits einige Fehlinformationen richtigstellen, denen wir immer wieder begegnen:

  • Das CI ist kein implantierbares Hörgerät. Es ist keine Alternative zum Hörgerät, sondern kommt erst dann in Frage, wenn die Verstärkung eines konventionellen Hörgerätes nicht mehr ausreicht.

  • Das CI ist keine Therapie, das Hörvermögen wird nicht wiederhergestellt. Bei ausgeschaltetem Gerät sind und bleiben die Patienten gehörlos.

  • Das Hören und vor allem das Verstehen mit dem CI wird in vielen Situationen deutlich eingeschränkt bleiben, vor allem in geräuscherfüllter Umgebung, wenn mehrere Personen gleichzeitig sprechen oder am Telefon.

  • Mit dem CI muss das Hören über Monate neu erlernt werden. Dies erfordert Zeit, Training und vor allem Geduld.

Dennoch ermöglicht das CI in der Regel eine problemlose Integration des Ertaubten in sein hörendes Umfeld.

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