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Liebe Patientin, lieber Patient, liebe Eltern.
Sie informieren sich auf dieser Website, weil bei Ihnen oder Ihrem Kind eine hochgradige
Schwerhörigkeit vorliegt, die mit einem normalen Hörgerät nicht (oder
nicht mehr) versorgt werden kann. Vielleicht haben Sie bereits in den
Medien oder von Ihrem HNO-Arzt davon gehört, dass in solchen Fällen ein
Cochlea-Implantat (abgekürzt: CI) helfen kann, haben aber keine konkrete
Vorstellung davon, wie ein solches Gerät funktioniert. Im Folgenden soll Ihnen eine Einführung in die Thematik
gegeben sowie eine Grundlage
für spätere, individuelle Beratungsgespräche geschaffen werden, indem kurz die
Wirkungsweise eines Cochlea-Implantat-Systems erklärt und der Ablauf
einer CI-Versorgung in unserer Klinik beschrieben wird.
Vorab jedoch wollen wir
bereits einige Fehlinformationen richtigstellen, denen wir immer wieder
begegnen:
Das CI ist kein implantierbares Hörgerät. Es ist keine
Alternative zum Hörgerät, sondern kommt erst in Frage, wenn die
Verstärkung eines konventionellen Hörgerätes nicht mehr ausreicht.
Das CI ist keine Therapie, das Hörvermögen wird nicht wiederhergestellt.
Bei ausgeschaltetem Gerät sind und bleiben die Patienten gehörlos.
Das Hören
und vor allem das Verstehen mit dem CI wird in vielen Situationen
deutlich eingeschränkt bleiben, vor allem in geräuscherfüllter
Umgebung, wenn mehrere Personen gleichzeitig sprechen oder am Telefon.
Mit dem CI muss das Hören
über Monate neu
erlernt werden. Dies erfordert Zeit, Training und vor allem Geduld.
Dennoch ermöglicht das CI in der Regel eine problemlose Integration des
Ertaubten in sein hörendes Umfeld.
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